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Fr, 19.03.2010

Autor

Lisa Rücker

04.02.2010 08:54

Lebensmittelhändler mit Migrationshintergrund tragen zur Lebensqualität in Graz bei

Auf völliges Unverständnis stößt die „Aktion scharf“ gegen die türkischen Lebensmittelhändler bei den Grünen.

 

Vizebürgermeisterin Lisa Rücker betont den wichtigen Beitrag, den die MigrantInnen mit ihren Lebensmittelläden für Graz leisten: „Diese Läden sind wichtig für die Nahversorgung in Graz und tragen zur Lebensqualität bei. Entsprechend der Idee der Stadt der kurzen Wege brauchen wir diese UnternehmerInnen, die im innerstädtischen Bereich tätig sind“.

Sollte diese Möglichkeit der Nahversorgung am Sonntag wegfallen, so ist damit zu rechnen, dass noch viel mehr Menschen die Sonntags-Einkaufsmöglichkeit am Bahnhof nutzen. Damit wird das Park-Chaos am Bahnhof nur noch weiter verschärft.

Auf den integrationspolitischen Aspekt dieser Debatte weist die Grüne Integrationssprecherin GRin Sigi Binder hin: „Viele MigrantInnen haben sich mit Einsatz und Eigeninitiative mit dem Betrieb der Lebensmittelläden eine Existenz für sich und ihre Familien in Graz aufgebaut. Aus integrationspolitischer Sicht ist es doch vollkommen widersinnig, die Lebensgrundlage dieser Menschen zu bedrohen“, so GRin Binder. „Darüber hinaus ist es hoch an der Zeit, gezielte Informations- und Beratungsangebote für UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund anzubieten“.

„Es ist wohl kein Zufall, dass unter einem FPÖ-Stadtrat jetzt gezielt gegen Gruppen von MigrantInnen losgegangen wird“, so Vizebürgermeisterin Rücker und GRin Binder unisono. „Zu einem urbanen Leben in einer Stadt wie Graz gehören die NahversorgerInnen mit Migrationshintergrund einfach dazu. Sie finden auch bei den Grazern und Grazerinnen eine hohe Akzeptanz. Wenn notwendig, dann muss eben die Gewerbeordnung entsprechend verändert werden.“





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