Schriftgröße + Schriftgröße - Schriftgröße

So, 21.03.2010

Autor

Lisa Rücker

29.01.2010 15:30

Feinstaubbelastung in Graz am Höhepunkt

Lisa Rücker: "Bitte das Auto stehen lassen!"

 

In der Stadt Graz zählt man heute bei den Feinstaubwerten bereits den 20. Überschreitungstag seit 1.1. 2010. Für das ganze Jahr sind lediglich 25 Überschreitungstage zulässig. Höchste Alarmstufe bei Bürgermeister - Stellvertreterin Lisa Rücker, die an die Bevölkerung appelliert, ab sofort nur mehr die notwendigsten Autofahrten durchzuführen. "Die Grenzwerte sind an den meisten Messstellen permanent um ein Vielfaches überschritten", so Rücker besorgt. "Für alte Menschen und vor allem auch Kinder bedeutet das eine enorme Belastung der Atemwege und vermehrte Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Wer die Möglichkeit hat, soll das Auto stehen lassen und zu Fuß gehen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, wo es möglich ist, das Fahrrad verwenden oder zumindest Fahrgemeinschaften bilden“, appelliert Rücker eindringlich an die Grazerinnen und Grazer. Beim Heizen mit Festbrennstoffen solle man vor allem darauf achten, Qualm zu vermeiden und auf keinen Fall Abfälle verbrennen.

Für die Politik sei ebenso dringendster Handlungsbedarf gegeben, drängt Rücker in Richtung Landesregierung, endlich Klartext bei den Umweltzonen zu sprechen. "Graz hat seine Hausaufgaben erfüllt. Es liegt nun an der Landesregierung und allen voran an LR Wegscheider sich endlich zu bewegen und zum Schutz der Grazerinnen und Grazer wirkungsvolle Maßnahmen gegen die Feinstaubbelastung zu ergreifen." Seit Jahren warte man in Graz schon auf konstruktive Lösungen, erklärt Rücker. Und noch im Dezember habe LR Wegscheider behauptet, alles wäre im Grünen Bereich. Die aktuellen Werte seien aber der traurige Beweis, dass die bisherigen Maßnahmen viel zu wenig gegriffen haben. "Aber während die Gesundheit der Bevölkerung zunehmend leidet, werden Scheindebatten über mögliche Zonengrößen geführt, die jedweden Lösungsansatz über den Wahltermin hinauszögern sollen." "Die notwendige Maßnahmen zur Feinstaubbekämpfung sind mit Einschränkungen verbunden und als solche sicher keine gewöhnlichen Wahlzuckerl", so Rücker abschließend. "Aber eine ernst zu nehmende Umweltpolitik braucht mutige PolitikerInnen."

Rückfragen an Nicole Kuss.





Zum Seitenanfang Zum Seitenanfang
  • Drucken