gruene.at
Navigation:
am 5. Juli

Gemeinsam für den Erhalt des Augartens

- Bürgermeister Nagl gibt den Naturraum in unserer Stadt Stück für Stück der Zerstörung preis!

Bürgermeister Nagl gibt den Naturraum in unserer Stadt Stück für Stück der Zerstörung preis. Nach dem Murkraftwerk, für das tausende Stadtbäume geopfert wurden, ist nun der Augarten dran.

Durch eine Geländeabsenkung soll auf einer Fläche von 6.000 m2 nördlich des Augartenstegs eine Art Terrassenanlage bis zur aufgestauten Mur geschaffen werden. Dadurch geht natürlich intensiv genutzter Grünraum verloren. Aber dieser Eingriff zieht weitere Folgen nach sich.

Der Radweg entlang des Pulakais muss verlegt werden und wird künftig durch die St. Petersburg Allee führen. Damit dieser Weg aber den regen Fahrradverkehr aufnehmen kann, müssen alle Sitzbänke entfernt werden. Für Kinder wird es dann nicht mehr möglich sein, unbeschwert rumzulaufen, da auf die kreuzenden RadlerInnen geachtet werden muss. 

Der Skaterpark müsste ebenfalls diesen Plänen weichen, ob er je wieder im Augarten Platz finden wird, ist völlig ungewiss. Für den Pavillon ist ein nicht näher definiertes Gastro-Konzept vorgesehen und damit ein Raum für alle kommerzialisiert.

Der Augarten ist ein sehr zentraler Park an der Mur, mit altem Baumbestand und großem Spielplatz, der von vielen Grazer Familien aus umliegenden Bezirken genützt wird. Er bietet Sportmöglichkeiten, ein Rasten im Schatten alter Bäume und das alles ohne Konsumzwang und Musikbeschallung. 

Mit den Bürgermeisterplänen gerät vieles davon in Gefahr. Dort, wo Baumfällungen durch das Murkraftwerk bereits geschehen sind, muss und soll eine neue Ufergestaltung erfolgen. Aber nicht im Augarten, wo weitere Bäume gefällt werden müssten und der Park als Erholungsraum bestens funktioniert, so wie er ist. Hände weg vom Augarten!

„Besonders empörend ist, dass die Menschen, die den Augarten intensiv nutzen, bisher noch überhaupt nicht gefragt wurden, was sie von den Bürgermeisterplänen für ihren Park halten. Wir fordern daher, dass dieses Projekt zurückgenommen wird und ein breiter Bür­ger­Innen­be­tei­li­gungsprozess gestartet wird.“
Andrea Pavlovec-Meixner

Die Pläne des Bürgermeisters für den Augarten haben es in sich:

  • Die Realisierung der sogenannten Mur-Arena würde die nutzbaren Grünflächen für Spiel, Sport und Veranstaltungen um 6000 m² reduzieren!
  • Eine große Fläche des nördlichen Teils würde zur Wasserfläche werden, diese Fläche würde nicht mehr benutzbar sein!
  • Durch die Errichtung von Gastronomiebetrieben würde der konsumfreie öffentliche Raum weiter verkleinert werden. Zudem müsste die Hälfte des Spielplatzes verlegt werden!
  • Es ist mit weiteren Baumfällungen an der Uferböschung und auch im Augarten zu rechnen, so sollen 35 Baumriesen fallen!
  • Bezahlt werden soll mit unserem Steuergeld. Die Bucht im Augarten kostet mit allem drum und dran ca. 2,7 Millionen Euro!

All diese Änderungen sollen umgesetzt werden, ohne zuallererst jene Menschen, die den Augarten nutzen, zu fragen, was sie von den Plänen des Bürgermeisters halten und ob sie tatsächlich eine so massive Umgestaltung ihres Parks wollen.

Gemeinsam für den Erhalt des Augartens

Video auf Youtube

Finanzielle Fragezeichen!

Auch die versprochene finanzielle Beteiligung​ seitens der ESTAG an diesem Projekt ist noch völlig unklar, dies haben unsere Nachfragen im Finanzausschuss des Gemeinderates ergeben. Für das Projekt, das keiner will und das erst durch den Kraftwerksbau der ESTAG aktuell wurde, könnte die Stadt so auf bis zu 2,7 Mio. Euro sitzen bleiben.

Gemeinderatsstück Augarten

Mach die Welt grüner. Werde Mitglied - button.