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am 9. Jänner

Feinstaub selber messen!

- Feinstaubgeräte für Graz

Die Feinstaubkarte

Graz ist leider immer noch eine Feinstaub-Hochburg. Wer aber wissen will, wie hoch die Feinstaubbelastung direkt vor der Tür oder im Garten ist​, in dem die Kinder spielen, muss schon zufällig neben einer Messstelle wohnen. Damit die Grazerinnen und Grazer die Luftgüte direkt vor ihrer Haustür messen können, haben wir mehrere Feinstaub-Sensoren zum Selberbasteln verschenkt. Somit haben wir die Messstellen zu den Grazerinnen und Grazern gebracht!

Die Messgeräte lassen sich in wenigen Schritten selbst zusammenbauen und überall einsetzen, Unterstützung gab es bei einem gemeinsamen Bastel-Workshop, zu dem die Grünen einluden. Anschließend werden die gemessenen Werte online auf einer Karte dargestellt, so erhält man nicht nur eine Übersicht über die "eigene" Messstelle, sondern auch gleich über die aktuelle Feinstaublage in Graz. Erfolgreich umgesetzt wurde das Projekt in Stuttgart von OK Lab Stuttgart. "Auf der Karte lassen sich die Werte in Echtzeit mitverfolgen. So sieht man zum Beispiel genau, welche Verkehrswege während der Rush Hour besonders belastet sind", erklärt Jan Lutz vom OK Lab Stuttgart. "Die Messgeräte zeigen die Luftqualität im direkten Lebensumfeld."


Informationen zur Karte:

Die Kacheln werden aktuell nach dem Durchschnitt der PM10-Werte aller in der Zelle enthaltenen Sensoren eingefärbt. Allgemein gilt: Je stärker sich die Kacheln rötlich-violett einfärben, desto höher ist die Feinstaubbelastung. Je grüner ihre Farbe ist, desto geringer ist die Feinstaub Konzentration im entsprechenden Bereich. ​Siehe dazu die Skala unten links auf der Karte.

Welche Informationen gibt die Karte noch aus: 

Durch einen Klick auf einzelne Kachel sieht man in der Spalte rechts die aktuellen Messwerte für PM10 µg/m³ sowie PM2,5 µg/m³

Was ist Feinstaub bzw. PM10

Die als Feinstaub oder PM10 bezeichnete Staubfraktion enthält 50% der Teilchen mit einem Durchmesser von 10 µm, einen höheren Anteil kleinerer Teilchen und einen niedrigeren Anteil größerer Teilchen. Partikel dieser Größe können über den Kehlkopf hinaus bis tief in die Lunge gelangen. Sie sind daher besonders gesundheitsschädlich. Sie sind maximal so groß wie Zellen und können daher mit freiem Auge nicht gesehen werden. Der gut sichtbare Staub, der bei Baustellen oder durch Streusplitt entsteht, besteht zum Großteil aus Grobstaub.​

Weitere Details zur Karte: 

Die Zahlen in der ersten Spalte entsprechen den Sensor-IDs. Die erste Zeile 'mean' enthält die jeweiligen Durchschnittswerte aller in der Zelle enthaltenen Sensoren.

Bitte beachten: Wir zeigen auf der Karte die Werte der letzten 5 Minuten an. Die von den jeweiligen Landesbehörden veröffentlichen Werte werden als 24-Stunden-Mittelwert angegeben. Dadurch können die Werte auf der Karte deutlich von diesen 24-Stunden-Mittelwerten abweichen.

Durch einen Klick auf das Plus vor der Sensor-ID können 2 Grafiken eingeblendet werden. Die Grafik '24 h floating' zeigt den gleitenden 24-Stunden-Mittelwert für die letzten 7 Tage an. Aus technischen Gründen ist am Anfang eine Lücke von einem Tag, die Darstellung zeigt also eigentlich 8 Tage, der erste ist aber leer. Die zweite Grafik 'Last 24 hours' zeigt den Tagesverlauf für die letzten 24 Stunden.

Sie haben Interesse an einem Gerät oder wollen mehr Informationen?


Einfach eine Mail an bernhard.schindler@gruene.at​ senden, wir helfen gerne weiter. 

Wie baue ich so einen Sensor?

Der Bau des Feinstaubsensors ist recht einfach. Dazu braucht man keine technische Ausbildung. In wenigen Minuten ist alles zusammengesteckt und funktionsfähig. 

Die Bauteile kann man für insgesamt etwa 30 Euro über die OK Lab betriebenen Internetseite www.luftdaten.infobestellen (Links zu den entsprechenden Händlern). 

Nach der Registrierung übermittelt der Sensor, so lange er an Stromversorgung und WLAN angeschlossen ist, die Werte automatisch. 

Auf einer Übersichtskarte findet man die aktuellen Werte, eine Historie aller gemessenen Werte gibt es ebenfalls auf der Internetseite. 

„Die Hauptursache für die schlechte Luft bleibt aber der Autoverkehr und da wirft die Schwarz-Blaue Stadtregierung uns zurück in die Steinzeit.Es ist sowohl dem Bürgermeister als auch den zuständigen StadträtInnen gleichgültig, wenn die Menschen dreckige Luft atmen. Das muss sich endlich ändern!“
Tina Wirnsberger

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Video auf Youtube

Zu beachten ist, dass wir die Messgeräte im Sinne der Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung ausgeben, allerdings über die Partei der Grazer Grünen und nicht über eine amtliche Stelle. ​Keinesfalls wollten wir nämlich in eine „Konkurrenzsituation“ mit den öffentlichen und amtlichen Messstellen treten oder hier den Eindruck einer wissenschaftlich wasserdichten Messmethode erwecken. Zusammenfassend ist die Aktion als politische Aktion zu verstehen, die die Feinstaubproblematik sichtbar machen und letztendlich dabei helfen soll, das dringend notwendige politische Umdenken im Grazer Gemeinderat zu beschleunigen. 

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