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am 27. Februar

Comeback für den Stadtpark-Hansi

- Der pelzige Kletterer ist ein Symbol für unmittelbar erlebbare Natur im innerstädtischen Grünraum.

Das Eichhörnchen ist seit jeher ein echter Grazer. Als anpassungsfähiger Waldbewohner fühlt sich der quirlige Kletterer auch in den Parks und Gärten des urbanen Raumes wohl und lässt sich auf seiner Suche nach Zapfen und Nüssen gut beobachten. Während man anderen in der Stadt vorkommenden Wildtieren, beispielsweise dem Dachs, Fuchs oder Marder, aufgrund ihrer heimlichen und überwiegend nächtlichen Lebensweise kaum begegnet, sind Eichhörnchen tagaktiv und wenig scheu. Der Stadtpark-Hansi, wie er gerne genannt wird, hat daher die Herzen der Grazerinnen und Grazer erobert und gilt vielen als Inbegriff für unmittelbar erlebbare Natur im innerstädtischen Grünraum. ​

Zwar bietet das Leben in der Stadt dem Eichhörnchen Vorteile, etwa zusätzliche Nahrungsangebote durch den Menschen und das weitgehende Fehlen natürlicher Feinde, doch haben die Tiere hier zunehmend mit Problemen zu kämpfen. Die Gefahren des dichten Straßenverkehrs, die isolierte Lage der innerstädtischen Grünräume und eine intensive Parkpflege, die das natürliche Nahrungsangebot verringert, sind nur einige der Faktoren, die dem Stadtpark-Hansi das Leben schwer machen. Wer sich öfter im Stadtpark aufhält, muss daher feststellen, dass die Tiere hier fast verschwunden sind und jedenfalls nicht mehr die Häufigkeit früherer Jahre erreichen. Gerade auch für Kinder droht damit eine der wenigen Möglichkeiten verloren zu gehen, Wildtiere mitten in der Stadt beobachten und erleben zu können. Aber wie ist es nun wirklich um den Stadtpark-Hansi bestellt?

Die Stadtpark-Hansi-Bestandsaufnahme

In Zusammenarbeit mit dem ÖKOTEAM, einem Grazer Fachinstitut für Tierökologie und Naturraumplanung, starten wir im heurigen Frühjahr eine Untersuchung darüber, wie es mit der Eichhörnchen-Population im Stadtpark und auf dem angrenzenden Schlossberg tatsächlich aussieht. Eine Bestandsschätzung wird nach einer wissenschaftlich fundierten Methode erarbeitet, das Ergebnis mit anderen europäischen Städten verglichen und bewertet.

Das geht aber nicht ohne die Mithilfe der Grazerinnen und Grazer – deshalb rufen wir Interessierte dazu auf, sich an der „Hansi-Zählung“ zu beteiligen. Am 19. März wird eine Zählung mit Interessierten stattfinden.  Kinder und Jugendliche vom NaturErlebnisPark-Team und der Pfadfindergruppe Graz 1 werden daran teilnehmen. Neben interessierten Erwachsenen  laden wir besonders herzlich weitere Kinder und Jugendliche zum Mitmachen ein! 

WANN: Montag, 19. März 2018 (Josefitag, schulfrei), 08.00 Uhr

Treffpunkt: Eichkatzl-Stubʼn, Maria-Theresia-Allee 5 (beim Paulustor), 8010 Graz

Rückkehr in den Stadtpark und was es dafür braucht

Auf der Grundlage der erhobenen Zahlen wollen wir gemeinsam mit den ExpertInnen des ÖKOTEAM  analysieren, welche Gefahrenquellen es für die Grazer innerstädtische Eichhörnchenpopulation  gibt. Darauf aufbauend werden wir Maßnahmen erarbeiten, die eine vermehrte Rückkehr des Stadtpark-Hansis in seinen angestammten Lebensraum wieder ermöglichen.  Die Ergebnisse werden bis zum Herbst 2018 vorliegen und in einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert werden. 

Kooperationspartner: 

ÖKOT​EAM​​​ – Institut für Tierökologie und Naturraumplanung OG​​​​

​​​NaturErlebnisPark Graz​​​​​

Das Projekt wird von den Grazer Grünen finanziert.

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