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am 11. Mai

Breite Kritik aus den Städten an Klimastrategie des Bundes

- STADTRÄTIN TINA WIRNSBERGER: "Wir erwarten uns konkrete Unterstützung!"

Die Klima- und Energiestrategie der Bundesregierung hat vor wenigen Wochen bei ExpertInnen und Umweltschutzorganisationen für heftige Kritik gesorgt.

Nun meldet sich nach einer österreichweiten Abfrage auch der österreichische Städtebund stellvertretend für die von den Folgen des Klimawandels besonders betroffenen Ballungsräume zu Wort. Auch wenn es grundsätzlich zu begrüßen sei, den begonnenen Weg fortzusetzen, so handle es sich bei der vorgelegten Strategie um rein qualitative Absichtserklärungen, ohne konkrete quantitativ messbare Ziele zu nennen.

Dem vorliegenden Entwurf der Klima- und Energiestrategie (KES) fehle die klare Perspektive der Klimaneutralität.

Wasser auf die Mühlen der Grazer Umweltstadträtin Tina Wirnsberger, die in der letzten Stadtsenatssitzung für eine umfassende, kritische Stellungnahme des Grazer Umweltamtes sogar einen einstimmigen Beschluss erzielen konnte. "In Graz haben wir durch massive Anstrengungen in den letzten Jahren vieles erreicht und mit dem Energiemasterplan einen konkreten Fahrplan für die Zukunft", so Wirnsberger. "Um unseren Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten zu können, müssen wir in den nächsten Jahren zusätzlich zu unseren Erfolgen bei Fernwärme und alternativer Energieversorgung 1 Mio. Tonnen CO² jährlich einsparen. Das ist nur mit den nötigen Weichenstellungen durch den Bund zu erreichen", so die Grüne Umweltstadträtin.

Andrea Pavlovec Meixner, Umweltsprecherin im Grazer Gemeinderatsklub nennt konkrete Beispiele: "In Graz stehen wir mit BIG Solar vor der Umsetzung von einem der größten Solarspeicher weltweit. Solche Projekte können nur mit vorausschauender Flächensicherung realisiert werden, da muss der Bund auf die Länder einwirken und gemeinsame Strategien für Planung und Finanzierung entwickeln."

"Wir erwarten uns, dass Ministerin Köstinger die kommunalpolitischen Anstrengungen unterstützt und die Kritik des Städtebundes, in der die Stellungnahme der Stadt Graz prominent eingeflossen ist, ernst nimmt!", so die Grazer Grünen abschließend. (11.05.2018)

Rückfragen bitte unter an Mag.a Nicole Kuss (Büroleiterin Stadträtin Tina Wirnsberger) unter +43 664 60872-2026


Stellungnahme des Städtebundes zu Klimastrategie des Bundes

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