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am 12. Oktober 2016

Mit Selbstvertrauen zu neuen Höhenflügen

Die Redaktion - 2015 wurde das aXe Körpertheater mit der Couragette ausgezeichnet. Seitdem ist vieles geschehen. Ein Resümee von Initiator Peter Ulrich.

aXe Körpertheater

Der Preis, die Anerkennung für die gemeinsame Arbeit, das hat uns alle beflügelt. Wir bemerkten bei unseren Ensemblemitgliedern, mit dieser Auszeichnung gewannen sie an Respekt und Engagement ihrer eigenen kreativen Tätigkeit gegenüber.

Es gab schon davor immer wieder Zuspruch – aus dem Publikum nach den Vorstellungen, aus der Kulturpolitik, einzelne Zeitungsberichte. Aber dass bei den Ensemblemitgliedern so richtig angekommen ist als Botschaft, dass das, was sie an eigenem Potenzial einsetzen, was sie schaffen aus sich heraus, von einem offenen und empathischen Teil unserer Gesellschaft geschätzt und beachtet wird, das geschah durch diesen Preis.

Und auch nicht gleich in der ersten Zeit danach, sondern langsam, während die Arbeiten für das nächste Projekt anliefen. Immer klarer wurde ihnen: Ja, wir haben uns damit im wahrsten Sinn des Wortes „eine Auszeichnung verdient“!

So fiel es ihnen leichter, den nächsten Schritt am Theater zu wagen: das gesprochene Wort als künstlerisches Ausdrucksmittel verwenden. Nicht nur ihr Körper stand wie bisher im Zentrum der Arbeit, auch ihre Stimme wurde jetzt wichtig, um „etwas zu sagen“.

Die Couragette gab dem Selbstvertrauen der Mitwirkenden einen gewaltigen Antrieb. Die diesjährige Produktion „ich:sucht:leben“, gezeigt im Rahmen von „La Strada“, spiegelt dieses Selbstvertrauen wider.

Ein fleißiger, älterer Theatergeher meinte nach einer Vorstellung zu einem unserer Ensemblemitglieder lakonisch: „Wissen sie, ich hab in meinem Leben schon einige Schauspieler erlebt, die den Mephisto spielten. Sie gehören nicht zu den schlechtesten, junger Mann!“, und klopfte ihm anerkennend auf die Schulter.

Die Couragette verlieh allen ein Stück weit die nötige Courage, damit dieser Erfolg möglich wurde.

Peter Ulrich

Das aXe Körpertheater:

Ein Team von professionellen Kulturschaffenden aus Graz realisiert mit Menschen, die sommers den Grazer Stadtpark zu ihrem Lebensmittelpunkt wählen, jährlich gemeinsam eine Theaterproduktion. 2014 wurde im Stadtparkpavillon eine Grazer Shakespeare-Adaption von „Romeo & Julia“: „Du & Ich – eine Liebe im Stadtpark“ gezeigt, 2015 das Theaterprojekt „Einer flog über das Kuckucksnest“ am Hilmteich realisiert. Alle Mitwirkenden freuten sich in den ersten beiden Jahren über mehr als 1.200 Zuschauerinnen und Zuschauer.

2016 wurde die Produktion „ich:sucht:leben“ im Rahmen des Theaterfestivals „La Strada“ gezeigt, die Salzburger Nachrichten dazu: „Tief in die Lebensrealität der Uhrturmstadt hinein dringt das axe:körpertheater:graz“, von einem „Pfeil im Herz der Wirklichkeit“ schrieb die Kronenzeitung.

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