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am 29. Mai

Ehre, wem Ehre gebührt

- Wir wollen klare Spielregeln für Ehrungen und Auszeichnungen

Bürgermeister Nagl hat den in der Steiermark geborenen Starkoch Johann Lafer für die Verleihung des Ehrenzeichens der Landeshauptstadt Graz in Gold vorgeschlagen. Die Grazer Grünen haben sich entschieden, diesem Vorschlag nicht nachzukommen. Warum? 

Weil wir zwar wissen, dass Herr Lafer sich mit seinen Kochkünsten und als Werbebotschafter für die Steiermark verdient gemacht hat, wir aber auch wissen, dass Johann Lafer vor zwei Jahren wegen Steuerhinterziehung und Lohn-Splitting zu einer beträchtlichen Geldstrafe verurteilt wurde​. Faire Arbeitsbedingungen und soziale Sicherheit von ArbeitnehmerInnen sind uns wichtig, eine offizielle Ehrung für Johann Lafer kam für uns daher nicht in Frage.

Erst kürzlich haben wir in der letzten Gemeinderatssitzung gefordert, dass es klare Entscheidungskriterien für Auszeichnungen und Ehrungen durch die Stadt Graz geben muss, die eindeutiger, gerechter und ausgewogener und nicht ausschließlich der Willkür des Herrn Bürgermeisters überlassen sind und somit parteiübergreifende Entscheidungen möglich machen. Kriterien, die dazu führen, dass auch mehr Menschen Ehre erwiesen wird, die keine Nähe zum Bürgermeister oder kein ÖVP-Parteibuch haben. Kriterien, die es möglich machen noch mehr verdiente Grazerinnen und Grazer zu ehren, die der Stadt ganz ohne Promifaktor und im Stillen unverzichtbare Dienste erweisen.

Das ist es, was wir wollen. Nicht mehr und nicht weniger. Johann Lafer wünschen wir nur das Beste und zählen auf sein Verständnis für unsere Entscheidung. Wir bleiben politisch und werden das Thema Ehrungen und Auszeichnungen auch weiterhin in einer der nächsten Sitzungen thematisieren.

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