Den heute von österreichischen NGOs veröffentlichten Atom-Strom-Check versucht die Estag wider besseres Wissen zur Bewerbung ihres Mur-Staustufen-Projekts in Graz zu nutzen. Estag-Gutachter hat bereits im Sommer 2011 jeglichen Zusammenhang zwischen der Errichtung des Murkraftwerks und Atomstrom-Importen ausgeschlossen.
Bei der im Sommer letzten Jahres stattgefundenen Mur-Enquete stellte Univ.-Prof. Mag. DI Dr. Heinz Stigler, von der Estag selbst im Rahmen des laufenden UVP-Verfahrens bestellte Gutachter von der TU Graz, klar: „Wegen der Inbetriebnahme eines Murkraftwerks Graz wird kein Kernkraftwerk abgeschaltet.“
„Die Estag soll den Atom-Schwindel endlich beenden! Mit dem weiteren Ausbau der Wasserkraft in Österreich und an der Mur werden wir unsere Energie-Zukunft nicht lösen. Nur Effizienzsteigerungen und Energie-Einsparungen sind ökologisch und finanziell sinnvoll. Leider spielen diese beiden Begriffe – wohl auch unter dem Druck der Energieversorger – in der österreichischen Energiedebatte eine untergeordnete Rolle“, so GRin Mag.a Andrea Pavlovec-Meixner, Umwelt- und Energiesprecherin der Grazer Grünen.
Moderne Energiepolitik muss auf Energie-Effizienz setzen.
Nur durch die Realisierung der enormen Effizienzpotentiale kann eine glaubwürdige Energiepolitik mit internationaler Vorbildwirkung etabliert werden, das einzige öffentliche Interesse im österreichischen Energiesektor ist das Interesse an effizienter Energienutzung! Die Staustufe Puntigam würde jährlich lediglich 72 Gigawattstunden Strom erzeugen. Das entspricht weniger als einem Prozent des momentanen steirischen Stromverbrauchs. Im Winter, wo am meisten Strom gebraucht wird, produziert sie nur ein Drittel der Jahresstrommenge. Weder werden durch die Mur-Staustufe Graz Atomstrom-Importe ersetzt noch der Betrieb fossiler Kraftwerke.
„Eine moderne Energiepolitik setzt auf Energie-Effizienz. Statt in unrentable Mur-Staustufen sollte in Effizienz-Projekte wie das Einsparkraftwerk Graz investiert werden“, so GRin Mag.a Andrea Pavlovec-Meixner abschließend.
Rückfragehinweis: Mag.a Andrea Pavlovec-Meixner, 0664 264 20 35.